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Öffentliche Unternehmungen und staatliche Marktlenkungen im wissenschaftlichen Diskurs der 1930er bis 1950er Jahre

Die deutsche Wirtschaftsstruktur zum Ende des Zweiten Weltkriegs war durch einen relativ großen öffentlichen Unternehmenssektor gekennzeichnet, den die Bundesrepublik unter anderem vom „Dritten Reich“ erbte und dessen Rückbau bis heute nicht abgeschlossen ist. Nicht wenige Bereiche dieses öffentlichen Sektors waren zudem durch Monopole oder Kartelle geprägt. Ein Teil dieser Strukturen erhielt durch das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) von 1957 eine erneute staatliche Legitimierung, indem gerade auch Wirtschaftszweige mit vorwiegend öffentlichen Unternehmen in die Ausnahmebereiche des GWB eingingen.

 

Ziel dieses Teilprojektes ist es, herauszuarbeiten, seit wann und aus welcher Motivation heraus der öffentliche Unternehmenssektor entstanden ist, wie er sich seitdem weiterentwickelt hat und welchen Einfluss die Wirtschaftswissenschaften mit ihren verschiedenen Strömungen und Vertretern auf diese Prozesse gehabt haben. Die Fragestellung befasst sich also mit dem grundlegenden Verständnis des Staates und seiner Aufgaben als einem wirtschaftlich handelnden Subjekt. Dazu wird das finanzwissenschaftliche Schrifttum seit Entstehung des öffentlichen Unternehmenssektors untersucht und in einen wechselseitigen Zusammenhang mit dessen Entwicklung gestellt.

 

Bearbeiterin: Katja Fuder

 

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